Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.

Aktuelles aus unserem Forschungszentrum

Häufig zitiert: iDiv beim internationalen Science-Ranking präsent

Foto: T.Wagner/iDiv

Im jährlichen Wissenschaftsranking des Institute for Scientific Information (ISI) des Medienkonzerns Thomson Reuters tauchen mehrere iDiv-Mitglieder auf. Unter den insgesamt 137 Wissenschaftlern in der Kategorie „Umwelt/Ökologie“ gibt es acht Nennungen aus Deutschland – und sechs von ihnen sind iDiv-Mitglieder: Stefan Klotz, Ingolf Kühn, Josef Settele und Helmut Hillebrand sowie Markus Reichstein und Ernst-Detlef Schulze.

Die iDiv-Quote im ISI-Ranking erhöht sich durch weitere Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung: Jonathan M. Chase, bisher an der Washington University in St. Louis/USA tätig und gelistet in der Kategorie „Umwelt/Ökologie“, wird ab August das iDiv-Team mit seiner Expertise bereichern und einen eigenen Forschungsbereich übernehmen. In der Kategorie „Botanik/Zoologie“ sind die iDiv-Mitglieder Ian Thomas Baldwin und Jonathan Gershenzon genannt.

Das ISI-Ranking ist das Ergebnis der Analyse von mehr als zehn Millionen Datensätzen. Berücksichtigt wurde dabei die Zitierhäufigkeit von Publikationen.

 

Auwaldkran wieder einsatzbereit

Prof. Wirth in der Gondel des Auwaldkrans (Foto: Pressestelle der Universität Leipzig / Swen Reichhold) Prof. Wirth in der Gondel des Auwaldkrans (Foto: Pressestelle der Universität Leipzig / Swen Reichhold)

Der Forschungskran in der Leipziger Burgaue ist wieder einsatzbereit. Die feierliche Wiederinbetriebnahme fand am 9. Juli 2014 statt.

 

Während des Sommerhochwassers im vergangenen Jahr hatte die Anlage starke Schäden erlitten, konnte aber im Frühjahr 2014 wieder erneuert und aufgerichtet werden.

 

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GEO BON-Tagung in der BIO CITY

GEO BON-Tagung in der BIO CITY

Mitte Juni fand eine Tagung des Beobachtungsnetzwerkes für biologische Vielfalt der Group on Earth Observations, GEO BON, in Leipzig statt. Um die Aktivitäten der regionalen Arbeitsgruppen und Netzwerke zu bewerten, kamen vom 15. bis 18. Juni Mitglieder des Verwaltungsausschusses und des GEO-BON-Beirates in den Räumlichkeiten des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) zusammen – dem Geschäftssitz des GEO-BON-Netzwerkes. Die Teilnehmer diskutierten neue Zielsetzungen und Projekte für die nächsten Jahre und zogen Bilanz über die erbrachten Leistungen.

 

Zur Website von GEO BON

Preisverdächtiger Beitrag

Rohiz Kolora with his winning poster (Photo: Manjusha Chintalapati)

Im Juni fand die Next Generation Sequencing-Konferenz in Barcelona statt. yDiv-Doktorand Sree Rohit Kolora nahm an der Fachtagung teil und gewann mit seinem handgezeichneten Poster einen Preis für Kreativität und Originalität.

 

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(in englischer Sprache)

Millionen Jahre alte Symbiose

Wurzelknöllchen mit symbiontischen Bakterienkolonien Wurzelknöllchen mit symbiontischen Bakterienkolonien

Wenn Pflanzen mit Stickstoff-fixierenden Bakterien eine Zweckgemeinschaft eingehen, ziehen beide Partner aus dieser Symbiose Vorteile: Die Pflanzen erhalten Stickstoff, den sie zum Wachstum benötigen. Die Mikroorganismen wiederum finden in den Wurzeln der Pflanzen Nahrung und Lebensraum. Ein internationales Expertenteam, darunter Dr. Jens Kattge vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie und Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), hat nun herausgefunden, dass bereits in einem sehr frühen Evolutionsschritt die Grundlage für alle Symbiosen zwischen Pflanzenarten und Stickstoff-fixierenden Bakterien gelegt wurde. Die Studie ist im Fachjournal Nature Communications erschienen.

sDiv veröffentlicht Studien zu eingewanderten Arten

sDiv veröffentlicht Studien zu eingewanderten Arten

Die Täter operieren global: Weltweit wandern fremde Arten ein oder werden eingeschleppt. Im schlimmsten Fall stören die tierischen und pflanzlichen Eindringlinge das Gleichgewicht des Ökosystems der betreffenden Region. In Deutschland leben beispielsweise knapp 800.000 Nordamerikanische Waschbären (Procyon lotor). Sie sind weit verbreitet, fressen fast alles und können Krankheiten übertragen. Zwei aktuelle Studien zum Einfluss eingewanderter Arten, an dem iDiv-Wissenschaftler beteiligt waren, sind nun in den Online-Ausgaben der Fachjournale „PLoS Biology“ und „Conservation Biology“ erschienen.

 

Die Pressemeldung finden Sie hier.

 

Foto: Ruth Rudolph / pixelio.de

Erstes nationales Zentrum forscht für unsere Zukunft

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Biodiversitätsforschung als aufstrebende Wissenschaftsdisziplin etabliert. Auch in Deutschland steht sie unter hohem Zeit- und Erwartungsdruck und benötigt dringend Investitionen. Das seit dem 1. Oktober 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll sich zu einer internationalen Drehscheibe der Biodiversitätsforschung entwickeln.

 

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

  • bündelt Forschungsvorhaben über Ländergrenzen hinweg
  • vernetzt die weltweit besten Wissenschaftler
  • vereint Empiriker und Theoretiker vielfältiger Fachrichtungen
  • fokussiert Theoriebildung und Synthese (Synthesezentrum sDiv)
  • fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs (Graduiertenschule yDiv)
  • vermittelt die Bedeutung von Schutz und Erforschung der Biodiversität

Vier Kernfragen

Vier Kernfragen

iDiv, the German Centre for Integrative Biodiversity Research

Mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung entstehen. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und [...]
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Biodiversität erleben

iDiv möchte generationen-übergreifend über die Biodiversitätskrise und ihre möglichen Folgen aufklären, zum Nachdenken über soziales, politisches und gesellschaftliches Handeln im Zusammenhang mit Umwelt- und Naturschutz anregen und positive Veränderungen anstoßen. iDiv wird zukünftig eine Vielzahl an Informations-angeboten zur Biodiversitätswissenschaft entwickeln.

Nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen

Die intensive Nutzung von Land- und Wasserressourcen, Waldzerstörung und Klimawandel gefährdet akut weltweit eine Vielzahl der Lebensformen. Es wird immer deutlicher, dass wir Menschen uns damit auch eine eigene Lebensgrundlage entziehen. In den nächsten 200 Jahren könnte etwa die Hälfte aller Arten an Land und im Wasser aussterben. Da nur zehn Prozent von ihnen überhaupt bekannt sind, könnten neun von zehn Organismen unentdeckt von der Erde verschwinden. Um dem drastischen Artensterben und dessen Folgen entgegen zu wirken, brauchen wir weitere nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. iDiv hat sich den Schutz der Biodiversität zum Ziel gesetzt.

Kontakt

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

 

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733103

 

info@idiv.de