Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.

Aktuelles aus unserem Forschungszentrum

Porträt eines Parasiten:
Evolutionäre Geschichte des Bakteriums Wolbachia entschlüsselt

Wolbachia-Infektionen (Magenta Punkte) in einem Ovar von Drosophila. Foto: Anja Rudolph/Leipzig Wolbachia-Infektionen (Magenta Punkte) in einem Ovar von Drosophila. Foto: Anja Rudolph/Leipzig

Das Bakterium Wolbachia bewohnt als Parasit bevorzugt Insekten und Spinnentieren und beeinflusst die Physiologie, Evolution und Diversität ihrer Wirte. Die Erfolgsgeschichte von Wolbachia aus evolutionärer Sicht war bislang noch relativ unbekannt. In einer vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig unterstützten Studie haben Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig erstmals eine umfassende Hypothese zur Stammesgeschichte von Wolbachia vorgelegt.

Die Publikation ist in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.

UN-Biodiversitätskonferenz:
Wissenschaftler schlagen Neuordnung der Ziele zum Artenschutz vor

UN-Biodiversitätskonferenz:Wissenschaftler schlagen Neuordnung der Ziele zum Artenschutz vor

Auf der 12. UN-Biodiversitätskonferenz im südkoreanischen Pyeongchang diskutieren derzeit Experten über Maßnahmen zum Schutz der globalen Artenvielfalt. Der aktuelle Zwischenbericht der Biodiversitätskonvention, der Global Biodiversity Outlook 4, fällt ernüchternd aus. Viele Ziele, die sich die Staatengemeinschaft im Übereinkommen über die biologische Vielfalt für die Dekade 2011 bis 2020 gesetzt hat, wurden bislang ungenügend umgesetzt. Auch iDiv-Wissenschaftler sind nach Südkorea gereist und beteiligen sich mit einer aktuellen Studie an der Debatte. In der Publikation machen sie Vorschläge wie die Vorhaben zum globalen Artenschutz von den Vertragspartnern besser realisiert werden können.

iDiv feiert 2. Jahrestag während des yDiv-Scientific-Symposiums

Prof. Buscot, Prof. Bruelheide and Prof. Küsel (iDiv-Direktoren, v.l.n.r) wurden mit Geburtstagsküchlein überrascht Prof. Buscot, Prof. Bruelheide and Prof. Küsel (iDiv-Direktoren, v.l.n.r) wurden mit Geburtstagsküchlein überrascht

Das zweite jährliche yDiv-Scientific-Symposium fand am 1. Oktober 2014 statt – dem 2. Jahrestag der iDiv-Gründung. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Veranstaltung auf Projekten, die durch Flex Pool von iDiv gefördert wurden. Mit Vorträgen und Postern präsentierten yDiv-Doktoranden gemeinsam mit weiteren Forschern des iDiv-Konsortiums ihre wissenschaftlichen Arbeiten.

US-Biologen Jonathan Chase und Stan Harpole zu Professoren berufen

Aus den USA nach Mitteldeutschland: Jon Chase (links) und Stan Harpole (Fotos: Uni Halle / Maike Glöckner) Aus den USA nach Mitteldeutschland: Jon Chase (links) und Stan Harpole (Fotos: Uni Halle / Maike Glöckner)

Mit den beiden US-Biologen Jonathan Chase und Stanley Harpole sind zwei weitere Professuren am iDiv mit renommierten Wissenschaftlern besetzt. Jonathan Chase hat die gemeinsame Berufung der Martin-Luther-Universität und iDiv für den Forschungsbereich „Biodiversitätssynthese“ angenommen. Stan Harpole ist der neue Leiter des Forschungsbereichs „Physiologische Diversität“. Seine Professur ist Teil der Kooperation von iDiv mit der Martin-Luther-Universität und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Damit sind zum 1. Oktober 2014 sechs der insgesamt acht Professuren an unserem Forschungszentrum besetzt.

 

Erstes nationales Zentrum forscht für unsere Zukunft

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Biodiversitätsforschung als aufstrebende Wissenschaftsdisziplin etabliert. Auch in Deutschland steht sie unter hohem Zeit- und Erwartungsdruck und benötigt dringend Investitionen. Das seit dem 1. Oktober 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll sich zu einer internationalen Drehscheibe der Biodiversitätsforschung entwickeln.

 

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

  • bündelt Forschungsvorhaben über Ländergrenzen hinweg
  • vernetzt die weltweit besten Wissenschaftler
  • vereint Empiriker und Theoretiker vielfältiger Fachrichtungen
  • fokussiert Theoriebildung und Synthese (Synthesezentrum sDiv)
  • fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs (Graduiertenschule yDiv)
  • vermittelt die Bedeutung von Schutz und Erforschung der Biodiversität

Vier Kernfragen

Vier Kernfragen

iDiv, the German Centre for Integrative Biodiversity Research

Mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung entstehen. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und [...]
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Biodiversität erleben

iDiv möchte generationen-übergreifend über die Biodiversitätskrise und ihre möglichen Folgen aufklären, zum Nachdenken über soziales, politisches und gesellschaftliches Handeln im Zusammenhang mit Umwelt- und Naturschutz anregen und positive Veränderungen anstoßen. iDiv wird zukünftig eine Vielzahl an Informations-angeboten zur Biodiversitätswissenschaft entwickeln.

Nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen

Die intensive Nutzung von Land- und Wasserressourcen, Waldzerstörung und Klimawandel gefährdet akut weltweit eine Vielzahl der Lebensformen. Es wird immer deutlicher, dass wir Menschen uns damit auch eine eigene Lebensgrundlage entziehen. In den nächsten 200 Jahren könnte etwa die Hälfte aller Arten an Land und im Wasser aussterben. Da nur zehn Prozent von ihnen überhaupt bekannt sind, könnten neun von zehn Organismen unentdeckt von der Erde verschwinden. Um dem drastischen Artensterben und dessen Folgen entgegen zu wirken, brauchen wir weitere nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. iDiv hat sich den Schutz der Biodiversität zum Ziel gesetzt.

Kontakt

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

 

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733105

 

info@idiv.de

 

 

Third sDiv call open!

Third sDiv call for Workshops, Postdocs and Sabbaticals is open!

Submission deadline is 15th November 2014.

Please find here all important application documents.