Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.

Aktuelles aus unserem Forschungszentrum

Neuer Ansatz für Klimamodelle:
Einfache Merkmale bestimmen die Verbreitung von Bäumen

Neuer Ansatz für Klimamodelle:Einfache Merkmale bestimmen die Verbreitung von Bäumen

Mit dem globalen Klimawandel verändert sich auch das Pflanzenkleid der Erde. Da die Vegetation ihrerseits einen Einfluss auf das Klima hat, müssen moderne Klimamodelle in der Lage sein, die Verbreitung und Eigenschaften von Pflanzen vorherzusagen. Wissenschaftler der Universität Leipzig, darunter iDiv-Direktor Prof. Christian Wirth, haben in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie nun einen neuen Ansatz vorgestellt: Sie benutzen einfache Pflanzenmerkmale, um die geographische Verbreitung von Pflanzen einzugrenzen. Dieser Ansatz wurde an mehr als 250 Baumarten des nordamerikanischen Kontinents erfolgreich getestet. Neue Vegetationsmodelle können dies künftig berücksichtigen und so zuverlässiger vorhersagen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf einzelne Arten und die von ihnen gebildeten Ökosysteme hat. Die Publikation ist bei der „National Academy of Sciences of the United States of America“ (PNAS) erschienen. (Foto: Andrea Damm / pixelio.de)

 

yDiv heißt sechs neue Doktoranden willkommen

yDiv-Koordinatorin Mari Bieri (rechts) und die sechs neuen yDiv-Members yDiv-Koordinatorin Mari Bieri (rechts) und die sechs neuen yDiv-Members

Am 5. September 2014 fand das zweite "yDiv Admission Symposium for associated doctoral researchers" am iDiv statt. Sechs Doktoranden schlossen ihre yDiv-Bewerbung mit der Präsentation ihrer Forschungsprojekte vor den yDiv- und iDiv-Mitgliedern ab.

Als Vertreterin des yDiv-Komitees hieß Prof. Kirsten Küsel (Direktorium iDiv) anschließend die neuen Doktoranden willkommen. mehr …

Toxine mariner Ringelwürmer bergen Potential für medizinische Zwecke

Mariner Ringelwurm: Glycera fallax (Foto: Christoph Bleidorn) Mariner Ringelwurm: Glycera fallax (Foto: Christoph Bleidorn)

Das Gift in den Drüsen mariner Ringelwürmer ähnelt den Toxinen anderer giftiger Tiere wie Spinnen und Schlangen. Das haben Wissenschaftler der Universität Leipzig, darunter iDiv-Mitglied Dr. Christoph Bleidorn, in Zusammenarbeit mit Forschern des Natural History Museums in London herausgefunden. Erstmals wurden die genetischen Grundlagen dieser Giftstoffe von drei Arten von Ringelwürmern charakterisiert. Für medizinische und pharmazeutische Zwecke könnten die Analysen interessant sein, da ähnliche tierische Giftstoffe bereits die Basis zahlreicher Medikamente bilden. Die Publikation ist im Journal „Genome Biology and Evolution“ online erschienen.

 

Die mikrobiologische Vielfalt des Grundwassers

Grundwasserentnahme an einer der AquaDiva-Messstellen (Foto: T.Wagner/iDiv) Grundwasserentnahme an einer der AquaDiva-Messstellen (Foto: T.Wagner/iDiv)

Die Gemeinde Kammerforst in Thüringen liegt am Hainich-Nationalpark und hat knapp eintausend Einwohner. Alle vier Wochen kommen Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und anderer Forschungseinrichtungen hierher, um die Vielfalt der unterirdischen Organismen und die Zusammensetzung des Grundwassers der Region zu untersuchen. Dazu entnehmen die Forscher des Sonderforschungsbereichs „AquaDiva“, eine zentrale iDiv-Forschungsplattform, an verschiedenen Standorten rund um Kammerforst Grundwasserproben. Die Wissenschaftler wollen u.a. herausfinden wie sich bestimmte Wetterphänomene wie Starkregen oder Dürreperioden auf unser Grundwasser auswirken.

 

Erstes nationales Zentrum forscht für unsere Zukunft

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Biodiversitätsforschung als aufstrebende Wissenschaftsdisziplin etabliert. Auch in Deutschland steht sie unter hohem Zeit- und Erwartungsdruck und benötigt dringend Investitionen. Das seit dem 1. Oktober 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll sich zu einer internationalen Drehscheibe der Biodiversitätsforschung entwickeln.

 

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

  • bündelt Forschungsvorhaben über Ländergrenzen hinweg
  • vernetzt die weltweit besten Wissenschaftler
  • vereint Empiriker und Theoretiker vielfältiger Fachrichtungen
  • fokussiert Theoriebildung und Synthese (Synthesezentrum sDiv)
  • fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs (Graduiertenschule yDiv)
  • vermittelt die Bedeutung von Schutz und Erforschung der Biodiversität

Vier Kernfragen

Vier Kernfragen

iDiv, the German Centre for Integrative Biodiversity Research

Mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung entstehen. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und [...]
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Biodiversität erleben

iDiv möchte generationen-übergreifend über die Biodiversitätskrise und ihre möglichen Folgen aufklären, zum Nachdenken über soziales, politisches und gesellschaftliches Handeln im Zusammenhang mit Umwelt- und Naturschutz anregen und positive Veränderungen anstoßen. iDiv wird zukünftig eine Vielzahl an Informations-angeboten zur Biodiversitätswissenschaft entwickeln.

Nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen

Die intensive Nutzung von Land- und Wasserressourcen, Waldzerstörung und Klimawandel gefährdet akut weltweit eine Vielzahl der Lebensformen. Es wird immer deutlicher, dass wir Menschen uns damit auch eine eigene Lebensgrundlage entziehen. In den nächsten 200 Jahren könnte etwa die Hälfte aller Arten an Land und im Wasser aussterben. Da nur zehn Prozent von ihnen überhaupt bekannt sind, könnten neun von zehn Organismen unentdeckt von der Erde verschwinden. Um dem drastischen Artensterben und dessen Folgen entgegen zu wirken, brauchen wir weitere nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. iDiv hat sich den Schutz der Biodiversität zum Ziel gesetzt.

Kontakt

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

 

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733105

 

info@idiv.de

 

 

Third sDiv call open!

Third sDiv call for Workshops, Postdocs and Sabbaticals is open!

Submission deadline is 15th November 2014.

Please find here all important application documents.