Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.

Aktuelles aus unserem Forschungszentrum

Bodenökologie: Der entscheidende Einfluss der Pflanzengemeinschaften

Bodenökologie: Der entscheidende Einfluss der Pflanzengemeinschaften None

In einer aktuellen Studie verdeutlichen iDiv-Wissenschaftler erneut den entscheidenden Einfluss unterschiedlicher Pflanzengemeinschaften auf die Produktion lebensnotwendiger Substanzen im Boden. Hauptautor ist Madhav P. Thakur, Doktorand an der Graduiertenschule yDiv. Gemeinsam mit seinem Doktorvater Prof. Nico Eisenhauer ist er der Frage nachgegangen, ob die angesiedelten Pflanzen Einfluss auf Menge und Qualität der Biomasse im Erdreich haben. Die Studie ist online in Scientific Reports abrufbar (doi:10.1038/srep09134).

 

Mehr dazu auf der Seite unserer Graduiertenschule yDiv

GEO BON: Workshop zu invasiven und gebietsfremden Arten

GEO BON: Workshop zu invasiven und gebietsfremden Arten None

In fremde Lebensräume eingewanderte Tiere und Pflanzen verursachen jedes Jahr enorme Kosten, ganz abgesehen von den ökologischen Folgen. Aliens oder Bioinvasoren, wie die invasiven Arten in Fachkreisen auch genannt werden, beeinflussen und bedrohen vor allem die Biodiversität in den betroffenen Gebieten. Dieses globale Phänomen wissenschaftlich zu klassifizieren, ist schwierig. Es existiert bislang noch kein Verfahren, um invasive und gebietsfremde Arten zweifelsfrei zu bewerten und zu überwachen. Doch die Wissenschaft arbeitet daran: Vom 2. bis 4. März veranstalteten Experten von iDiv und GEO BON in Zusammenarbeit mit Prof. Melodie McGeoch (Monash University, Australien) und Dr. Piero Genovesi (IUCN Invasive Species Specialist Group) einen internationalen Workshop zur Problematik invasiver und gebietsfremder Arten.

22 Wissenschaftler aus 14 Ländern kamen zusammen, um sich mit den Politikexperten Dr. Myriam Dumortier (Europäische Kommission), Dr. Craig Hilton-Taylor (IUCN), Dr. Nick Holmes (Island Conservation), Dr. Sean Murphy (CABI), Dr. Jon Paul Rodriguez (IUCN SSC) und Dr. Junko Shimura (Convention of Biological Diversity) auszutauschen. Während des dreitägigen Workshops erarbeiteten die Experten Bewertungskriterien, um die wichtigsten Aspekte der Bioinvasion eindeutig erfassen zu können. Im Fokus standen folgende Aspekte: die Verbreitung eingewanderter gebietsfremder Arten, die ökologisch-ökonomischen Auswirkungen dieser Entwicklung und wie sich die Routen der Invasionen überwachen und monitoren lassen.

Erstes nationales Zentrum forscht für unsere Zukunft

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Biodiversitätsforschung als aufstrebende Wissenschaftsdisziplin etabliert. Auch in Deutschland steht sie unter hohem Zeit- und Erwartungsdruck und benötigt dringend Investitionen. Das seit dem 1. Oktober 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll sich zu einer internationalen Drehscheibe der Biodiversitätsforschung entwickeln.

 

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

  • bündelt Forschungsvorhaben über Ländergrenzen hinweg
  • vernetzt die weltweit besten Wissenschaftler
  • vereint Empiriker und Theoretiker vielfältiger Fachrichtungen
  • fokussiert Theoriebildung und Synthese (Synthesezentrum sDiv)
  • fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs (Graduiertenschule yDiv)
  • vermittelt die Bedeutung von Schutz und Erforschung der Biodiversität

Vier Kernfragen

Vier Kernfragen

iDiv, the German Centre for Integrative Biodiversity Research

Mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung entstehen. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und [...]
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Biodiversität erleben

iDiv möchte generationen-übergreifend über die Biodiversitätskrise und ihre möglichen Folgen aufklären, zum Nachdenken über soziales, politisches und gesellschaftliches Handeln im Zusammenhang mit Umwelt- und Naturschutz anregen und positive Veränderungen anstoßen. iDiv wird zukünftig eine Vielzahl an Informations-angeboten zur Biodiversitätswissenschaft entwickeln.

Nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen

Die intensive Nutzung von Land- und Wasserressourcen, Waldzerstörung und Klimawandel gefährdet akut weltweit eine Vielzahl der Lebensformen. Es wird immer deutlicher, dass wir Menschen uns damit auch eine eigene Lebensgrundlage entziehen. In den nächsten 200 Jahren könnte etwa die Hälfte aller Arten an Land und im Wasser aussterben. Da nur zehn Prozent von ihnen überhaupt bekannt sind, könnten neun von zehn Organismen unentdeckt von der Erde verschwinden. Um dem drastischen Artensterben und dessen Folgen entgegen zu wirken, brauchen wir weitere nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. iDiv hat sich den Schutz der Biodiversität zum Ziel gesetzt.

Kontakt

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

 

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733105

E-Mail: info@idiv.de