Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.

Aktuelles aus unserem Forschungszentrum

Internationaler Austausch zu Citizen Science

Prof. Aletta Bonn (links) und Teilnehmer der Tagung in Leipzig Prof. Aletta Bonn (links) und Teilnehmer der Tagung in Leipzig

Was bedeutet es, wenn sich Bürger an wissenschaftlichen Projekten beteiligen? Kann Citizen Science bei der Biodiversitätsforschung helfen?

Diese Fragen diskutierten Experten aus Europa, den USA und Australien auf einer Tagung in Leipzig - eingeladen hatte die Arbeitsgruppe von Prof. Aletta Bonn und die European Citizen Science Association (ECSA). Die wichtigsten Ergebnisse: Citizen Science findet mittlerweile in regionalem wie globalem Maßstab statt. Und die Resultate haben tatsächlich Einfluss auf politische Entscheidungen – zum Teil gewollt, aber auch unbeabsichtigt. Erst kürzlich wurde Citizen Science von den US-Behörden als Methode zur Bewertung des Klimawandels anerkannt. Weitere Erfahrungen mit der Beteiligung der Öffentlichkeit an wissenschaftlichen Themen werden voraussichtlich auf der Europäischen Citizen Science Konferenz 2016 vorgestellt.

Biodiversität fördert Resilienz von Ökosystemen

Jena Experiment / Foto: Nico Eisenhauer Jena Experiment / Foto: Nico Eisenhauer

Eine aktuelle Studie über die Wechselwirkungen von Lebewesen mit ihrer Umwelt beweist, dass Biodiversität weitaus wichtiger für die Stabilität und Multifunktionalität von Ökosystemen ist, als bisher angenommen wurde.

An der aktuell in Nature Communications veröffentlichten Studie Biodiversity enhances ecosystem multifunctionality across trophic levels and habitat war ein internationales Expertenteam beteiligt, dem auch iDiv-Wissenschaftler Prof. Nico Eisenhauer angehört. "Nur mit dieser Form der Zusammenarbeit – international und Fachgebiete übergreifend – können wir die globalen Mechanismen und die Bedeutung des Verlustes von Artenvielfalt für die gesamte Menschheit verstehen lernen", so Prof. Eisenhauer.

Mitmachen erwünscht

Citizen-Science-Projekt zur Identifizierung von Schimpansen online

Screenshot der Citizen-Science-Plattform. Copyright chimpandsee.org Screenshot der Citizen-Science-Plattform. Copyright chimpandsee.org

Mit Chimp & See haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, des Pan African Programms und iDiv ein neues Citizen-Science-Projekt gestartet. Wer Biologen bei der Auswertung von Videos unterstützen möchte, die aus Kamerafallen in Afrika stammen, findet auf chimpandsee.org Videoclips, auf denen mit etwas Glück Schimpansen und andere Wildtiere zu erkennen sind. Die Sichtungen werden später von den Wissenschaftlern ausgewertet. Anhand der Daten wollen die Experten beispielsweise Rückschlüsse darauf ziehen, welche Bedrohung durch den Mensch ausgeht. Auch der Gebrauch von Werkzeugen, der bei Schimpansen eine große Rolle spielt, steht im Fokus.

  • Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung:

Erstes nationales Zentrum forscht für unsere Zukunft

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Biodiversitätsforschung als aufstrebende Wissenschaftsdisziplin etabliert. Auch in Deutschland steht sie unter hohem Zeit- und Erwartungsdruck und benötigt dringend Investitionen. Das seit dem 1. Oktober 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll sich zu einer internationalen Drehscheibe der Biodiversitätsforschung entwickeln.

 

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

  • bündelt Forschungsvorhaben über Ländergrenzen hinweg
  • vernetzt die weltweit besten Wissenschaftler
  • vereint Empiriker und Theoretiker vielfältiger Fachrichtungen
  • fokussiert Theoriebildung und Synthese (Synthesezentrum sDiv)
  • fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs (Graduiertenschule yDiv)
  • vermittelt die Bedeutung von Schutz und Erforschung der Biodiversität

Vier Kernfragen

Vier Kernfragen

iDiv, the German Centre for Integrative Biodiversity Research

Mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung entstehen. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und [...]
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Biodiversität erleben

iDiv möchte generationen-übergreifend über die Biodiversitätskrise und ihre möglichen Folgen aufklären, zum Nachdenken über soziales, politisches und gesellschaftliches Handeln im Zusammenhang mit Umwelt- und Naturschutz anregen und positive Veränderungen anstoßen. iDiv wird zukünftig eine Vielzahl an Informations-angeboten zur Biodiversitätswissenschaft entwickeln.

Nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen

Die intensive Nutzung von Land- und Wasserressourcen, Waldzerstörung und Klimawandel gefährdet akut weltweit eine Vielzahl der Lebensformen. Es wird immer deutlicher, dass wir Menschen uns damit auch eine eigene Lebensgrundlage entziehen. In den nächsten 200 Jahren könnte etwa die Hälfte aller Arten an Land und im Wasser aussterben. Da nur zehn Prozent von ihnen überhaupt bekannt sind, könnten neun von zehn Organismen unentdeckt von der Erde verschwinden. Um dem drastischen Artensterben und dessen Folgen entgegen zu wirken, brauchen wir weitere nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. iDiv hat sich den Schutz der Biodiversität zum Ziel gesetzt.

Kontakt

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

 

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733105

E-Mail: info@idiv.de