Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.
Veranstaltungen:

Citizen Science: Tagung zum Bürger-Engagement in der Wissenschaft

Citizen Science: Tagung zum Bürger-Engagement in der Wissenschaft None

Das Konsortium "BürGEr schaffen WISSen – Wissen schafft Bürger (GEWISS)" und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatten am 26. und 27. Januar 2015 zu der Veranstaltung "Bürger zwischen Engagement und Wissenschaft" in Osnabrück geladen. Die iDiv-Wissenschaftlerinnen Prof. Aletta Bonn und Dr. Anett Richter beteiligten sich mit Vorträgen und Workshops an der Tagung zu "Perspektiven, Herausforderungen und Grenzen von Citizen Science".

 

Auf der Veranstaltung wurden gelungene Praxisbeispiele aus den Bereichen Naturschutz, Kulturgüterschutz und Umweltbildung präsentiert - sowie Potenziale und Grenzen für bürgerschaftliches Engagement diskutiert. Ziel der Tagung war es, Bedingungen für Citizen Science-Projekte und Handlungsoptionen für die Zukunft zu benennen. Die Veranstaltung richtete sich an Verbände, Vereine, Umweltbildungszentren, Schulen, Universitäten und Museen sowie an alle interessierten Bürger.

Wissenschaftsnacht in Leipzig

Besucher der Langen Nacht der Wissenschaften in der BIO CITY (Foto: Holger Maschke) Besucher der Langen Nacht der Wissenschaften in der BIO CITY (Foto: Holger Maschke)

Neugier ist eine wichtige Voraussetzung für jeden Wissenschaftler. Dem Verlangen, Neues und Spannendes zu erfahren, konnten die knapp 3.000 Besucher der BIO CITY am 27. Juni 2014 zur Langen Nacht der Wissenschaften nachgeben. Unter dem Motto „Der Artenvielfalt auf der Spur“ bot iDiv ein Online-Quiz mit Fragen zur biologischen Vielfalt. Kinder konnten ihr Geschick mit einem Würfel-Puzzle unter Beweis stellen oder bei einem Duft-Memory erfahren, wie vielfältig Pflanzen durch Duft- und Botenstoffe mit ihrer Umwelt interagieren. Zudem hielten iDiv-Wissenschaftler Prof. Henrique Pereira und Dr. Marten Winter Vorträge zu Rewilding-Projekten und den Zielen der Biodiversitätsforschung.

Wissenschaftliches Speed-Dating mit iDiv

Wissenschaftliches Speed-Dating mit iDiv

Anlässlich des Dies academicus hatten BBZ, TRM und iDiv zum "Wissenschaftlichen Speed-Dating am BIO CAMPUS" geladen.

 

Wann?

2. Dezember 2013

10:00 - 11:30 Uhr

 

Wo?

In der BIO CITY LEIPZIG

Deutscher Platz 5, Hörsaal

 

Leipziger Buchmesse 2013: Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Buchmesse-Akademie und Thementag "Biodiversität"

Grafik: Universität Leipzig

"Verlust der Vielfalt - die Biodiversitätskrise" lautete der Titel der Feierlichen Eröffnung der traditionellen Buchmesse-Akademie der Universität Leipzig am 13.03.2013. Zur Podiumsdiskussion haben die Leiterin des Amtes für Umweltschutz der Stadt Leipzig, Angelika Freifrau von Fritsch, und iDiv-Direktor Prof. Dr. Christian Wirth miteinander über die Möglichkeiten diskutiert, den dramatischen weltweiten Biodiversitätsverlust zu stoppen und die auch für uns Menschen überlebenswichtigen Services biologischer Vielfalt zu erhalten. Das Gespräch moderierte Katrin Henneberg.

 

Am Stand der Buchmesse-Akademie - dem wissenschaftlichen Zentrum der Leipziger Buchmesse - wurden dem interessierten Laien bedeutende Forschungstrends anschaulich näher gebracht. Die Einrichtung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig hat eine große Vielfalt an Forschungsgebieten mit sich gebracht. Deshalb rückte die noch junge Biodiversitätswissenschaft in den Mittelpunkt des ersten Buchmessetages (14.03.2013). Den Thementag "Biodiversität" bestritten Wissenschaftler der iDiv-Kooperationspartner von den Hochschulen des Universitätsverbundes Halle-Jena-Leipzig und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) Seite an Seite.

Internationale Konferenz zu Vegetationsdatenbanken

Mit dem 12. Treffen der deutschen Arbeitsgruppe "Vegetationsdatenbanken" vom 4. bis 6. März 2013 in Leipzig hat das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig seine erste internationale Wissenschaftsveranstaltung ausgerichtet. Unter dem Thema "Linking vegetation and plant trait databases" diskutierten mehr als 85 Wissenschaftler aus 16 Ländern in der BioCity Leipzig, wie elektronische Vegetationsdatenarchive erhalten, ausgewertet und vernetzt werden können.

 

Organisiert wurde das Treffen durch Dr. Ute Jandt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Geobotanik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Koordinatorin der deutschen Referenzdatenbank für Vegetationsaufnahmen (GVRD), mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN). "In der Biodiversitätsforschung sind Vegetationsdatenbanken ein wichtiges Instrument, um biologische Vielfalt in all ihren Facetten zu erfassen, zu analysieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Für den angewandten Naturschutz stellen sie eine wichtige Ressource dar", sagte die Biologin. Es würden zum Beispiel in der vom BfN betreuten Datenbank "VegetWeb" Vegetationsaufnahmen aus ganz Deutschland frei zugänglich gemacht. Andere Datenbanken konzentrieren sich dagegen auf die Verbreitung von Pflanzenarten (Chorologische Datenbank Halle, CDH) und deren biologisch-ökologische Merkmale (BiolFlor, TRY).

"Aus der Kombination von Pflanzeneigenschaften, wie zum Beispiel Stresstoleranz und Wachstum, mit den Vorkommens- und Verbreitungsangaben ergibt sich die sogenannte funktionelle Diversität, die eine wichtige Rolle für Ökosystemprozesse spielt", so Jandt weiter. Deshalb arbeiten Botaniker, Bioinformatiker und Naturschützer eng zusammen, um mit Hilfe von Datenbanken die Vielzahl interdisziplinärer Einzelbeobachtungen zu vernetzen und somit zugänglich zu machen. Dies steht im engen Zusammenhang mit den vier Leitfragen von iDiv: Wie erfasse ich Biodiversität? Wie entsteht und erhält sich Biodiversität? Welchen Einfluss hat sie auf das Funktionieren von Ökosystemen? Wie kann sie geschützt werden?

Die Analyse von globalen Datensätzen, wie sie zum Beispiel in der weltgrößten Datenbank funktioneller Pflanzenmerkmale (TRY) von über 200 Wissenschaftlern zusammengetragen worden sind, kann hier wichtige Antworten liefern. Koordiniert wird TRY am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena von Dr. Jens Kattge, der über die aktuelle Weiterentwicklung der Datenbank und die neuesten Ergebnisse auf dem Treffen in Leipzig berichten wird.

Neben der Vernetzung von Datenbanken waren weitere Veranstaltungsschwerpunkte unter anderem die funktionelle Bedeutung von Vegetationsveränderungen sowie Aspekte der Vegetationsklassifizierung. Außerdem werden aktuelle Softwareentwicklungen, neue Datenbanken und Methoden vorgestellt und diskutiert.

Tagungswebsite:

http://www.botanik.uni-greifswald.de/idiv_meeting_2013.html

 

Weitere Informationen:

Dr. Ute Jandt

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Biologie / Geobotanik und Botanischer Garten

Am Kirchtor 1

06108 Halle

Telefon: +49 345 55-26287

iDiv-Auftaktsymposium: „Integrative Biodiversitätsforschung"

UL/Swen Reicholdt

Im Anschluss an den morgendlichen Festakt zur feierlichen Eröffnung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig am 19.4.2013 steckten internationale Spitzenwissenschaftler unter dem Titel "Integrative Biodiversitätsforschung - eine junge Disziplin unter Zeitdruck" den Rahmen der integrativen Biodiversitätsforschung ab und skizzierten ihre Zukunftsaufgaben.

GEO ruft zum Tag der Artenvielfalt auf - Aktion am 15. Juni 2013

Experte beim GEO-Tag 2012 im Pfälzerwald  Foto: Jörg Engels Experte beim GEO-Tag 2012 im Pfälzerwald Foto: Jörg Engels

Am 15. GEO-Tag der Artenvielfalt waren Naturfreunde aufgerufen, innerhalb von 24 Stunden in einem selbst gewählten Gebiet möglichst viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken. Der Aktionstag ist die größte Feldforschungsaktion in Mitteleuropa. In den vergangenen Jahren wurden dabei verschollen geglaubte Arten wiederentdeckt. Die Beteiligten leisteten damit ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung und Dokumentation der Tier- und Pflanzenwelt.

 

20.000 Naturfreunde, darunter zahlreiche renommierte Zoologen und Botaniker, realisierten im Jahr 2012 über 600 verschiedene Aktionen. Jeder, der sich für Naturschutz interessiert, kann im kommenden Jahr wieder mitmachen. Organisationen wie Kindergärten, Schulen, Universitäten, Behörden, Vereine und Naturschutzverbände, aber auch Firmen und Einzelpersonen sind zudem aufgerufen, einen eigenen GEO-Tag der Artenvielfalt zu organisieren und Begleitaktionen direkt in der eigenen Umgebung zu starten.

  • Umfangreiches Infomaterial finden Sie im Downloadbereich.

 

Biodiversitätswissenschaft erleben

Öffentliche und wissenschaftliche Events im Überblick

Am iDiv-Infostand beim dies academicus der Universität Leipzig am 3. Dezember 2012. Foto: Swen Reichhold Am iDiv-Infostand beim dies academicus der Universität Leipzig am 3. Dezember 2012. Foto: Swen Reichhold

iDiv möchte generationenübergreifend über die Biodiversitätskrise und ihre möglichen Folgen aufklären, zum Nachdenken über soziales, politisches und gesellschaftliches Handeln im Zusammenhang mit Umwelt- und Naturschutz anregen und positive Veränderungen anstoßen. Hier finden WissenschaftlerInnen wie Interessierte einen Überblick über aktuelle und geplante wissenschaftliche und öffentliche Veranstaltungen des Forschungszentrums.

Das Angebot ist nach Zielgruppen geordnet und bietet einen schnellen Überblick. iDiv verweist dabei auch auf Veranstaltungen der Kooperationspartner, die Biodiversität und Biodiversitätswissenschaft erlebbar machen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern!

Wenn die Natur der Natur zum Feind wird

Doppel-Sonderausstellung im Phyletischen Museum der Uni Jena

Künstlerische Mikrofotos von Professor Fritz Schweingruber geben Einblicke in das Innere von pflanzlichen Invasoren. Foto: F. Schweingruber

Selbst wenn der Mensch die Umwelt nicht selber zerstört, so kann er dennoch zur Ursache für ihre Vernichtung werden. Als Christoph Kolumbus den amerikanischen Kontinent betrat, brachte er nicht nur andere Werte und eine fremde Kultur mit, sondern auch Tiere und Pflanzen, die bis dahin nicht in Amerika heimisch waren. Heute, in Zeiten der Globalisierung, transportieren Menschen täglich zahlreiche Tiere, Pflanzen, Pilze und Bakterien von Ort zu Ort – beabsichtigt oder nicht. So gelangen viele Organismen in Gebiete, die sie natürlicherweise nie erreicht hätten. Wenn sich die Organismen am neuen Ort etablieren, sich vermehren und ausbreiten können, bezeichnet man dies wissenschaftlich als Biologische Invasionen. Das Phyletische Museum der Universität Jena widmet sich in zwei parallel laufenden Sonderausstellungen diesen biologischen Invasionen und den Problemen, die die „eingewanderte“ Flora und Fauna mit sich bringen.

 

Weitere Informationen unter:

www.phyletisches-museum.uni-jena.de/ausstellung-aktuelles.html

 

Pressemitteilung unter:

http://idw-online.de/de/news510494

 

 

"über brücken“ - Late Night EXTRA-Ausgabe - 16.05.13, 21Uhr

Sciencing & Reporting: Wissenschaft trifft auf Fernsehen!

Zu Gast bei Uwe Brückner im Neuen Schauspiel Leipzig: Prof. Christian Wirth (iDiv) und Helmut Riedel (nano/3Sat). Den musikalischen Support übernahmen "T.K. and the wannabe's". Zusätzliche Unterhaltung: Science vs. Poetry.