Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.
Aktuelles:

Artenvielfalt schützt das Klima

In Lebensräumen mit einer großen pflanzlichen Biodiversität wird mehr Kohlenstoff gespeichert, weil die Bodenmikroben darin aktiver sind

Alexandra Weigelt ©MPI-BGC Alexandra Weigelt ©MPI-BGC
Artenvielfalt in der Flora senkt den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre: Pflanzen entziehen der Luft Kohlendioxid und bauen den Kohlenstoff in Biomasse ein, mit der er in den Boden gelangen und gespeichert werden kann. Eine Langzeitstudie zeigt nun erstmals, wie die biologische Vielfalt der Pflanzen diese Speicherung begünstigt. Demnach erhöht Artenreichtum nicht nur die Bildung pflanzlicher Biomasse, sondern steigert auch die Aktivität und genetische Vielfalt von Bodenmikroorganismen. Diese wandeln den Kohlenstoff aus Pflanzen vermehrt in organische Bodensubstanz um. Kohlenstoff wird so länger im Boden gebunden und nachhaltig der Atmosphäre entzogen, wo er ansonsten als Bestandteil von Treibhausgasen klimaschädlich wirkt. An der Studie des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena war ein internationales Forscherteam beteiligt, dem auch Prof. Nico Eisenhauer vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) angehört.

Studie: Zunehmender Verlust an Biodiversität durch Landnutzung

Gelber Fleck

dewpoint, „Gelber Fleck“, Some rights reserved, www.piqs.de

Die Intensivierung der Landwirtschaft und voranschreitende Landnahme haben ihren Preis: Sie gehen vor allem zu Lasten der lokalen Ökosysteme und führen zu einem hohen Artenverlust. 
Anhand einer Fülle von Daten aus allen Kontinenten erstellte ein internationales wissenschaftliches Projekt ein umfassendes Bild von den Effekten der Landnutzung seit 1500 bis heute.

Die Studie, die Modellierung und Beobachtungsdaten  kombiniert, zeigt, dass die Landwirtschaft bis 2005 für einen Artenschwund von 13,6 Prozent in regionalen Ökosystemen verantwortlich ist im Vergleich zur vorindustriellen Ära. Weitere Verluste könnten durch korrigierende Maßnahmen vermieden werden.

Die im renommierten Fachjournal Nature veröffentlichte Studie entstand unter Beteiligung der Max-Planck Fellow-Gruppe Funktionelle Biogeographie, die auf einer Kooperation des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie (MPI BGC) in Jena mit iDiv beruht.

 

Bodenökologie: Der entscheidende Einfluss der Pflanzengemeinschaften

Bodenökologie: Der entscheidende Einfluss der Pflanzengemeinschaften None

In einer aktuellen Studie verdeutlichen iDiv-Wissenschaftler erneut den entscheidenden Einfluss unterschiedlicher Pflanzengemeinschaften auf die Produktion lebensnotwendiger Substanzen im Boden. Hauptautor ist Madhav P. Thakur, Doktorand an der Graduiertenschule yDiv. Gemeinsam mit seinem Doktorvater Prof. Nico Eisenhauer ist er der Frage nachgegangen, ob die angesiedelten Pflanzen Einfluss auf Menge und Qualität der Biomasse im Erdreich haben. Die Studie ist online in Scientific Reports abrufbar (doi:10.1038/srep09134).

 

Mehr dazu auf der Seite unserer Graduiertenschule yDiv

GEO BON: Workshop zu invasiven und gebietsfremden Arten

GEO BON: Workshop zu invasiven und gebietsfremden Arten None

In fremde Lebensräume eingewanderte Tiere und Pflanzen verursachen jedes Jahr enorme Kosten, ganz abgesehen von den ökologischen Folgen. Aliens oder Bioinvasoren, wie die invasiven Arten in Fachkreisen auch genannt werden, beeinflussen und bedrohen vor allem die Biodiversität in den betroffenen Gebieten. Dieses globale Phänomen wissenschaftlich zu klassifizieren, ist schwierig. Es existiert bislang noch kein Verfahren, um invasive und gebietsfremde Arten zweifelsfrei zu bewerten und zu überwachen. Doch die Wissenschaft arbeitet daran: Vom 2. bis 4. März veranstalteten Experten von iDiv und GEO BON in Zusammenarbeit mit Prof. Melodie McGeoch (Monash University, Australien) und Dr. Piero Genovesi (IUCN Invasive Species Specialist Group) einen internationalen Workshop zur Problematik invasiver und gebietsfremder Arten.

22 Wissenschaftler aus 14 Ländern kamen zusammen, um sich mit den Politikexperten Dr. Myriam Dumortier (Europäische Kommission), Dr. Craig Hilton-Taylor (IUCN), Dr. Nick Holmes (Island Conservation), Dr. Sean Murphy (CABI), Dr. Jon Paul Rodriguez (IUCN SSC) und Dr. Junko Shimura (Convention of Biological Diversity) auszutauschen. Während des dreitägigen Workshops erarbeiteten die Experten Bewertungskriterien, um die wichtigsten Aspekte der Bioinvasion eindeutig erfassen zu können. Im Fokus standen folgende Aspekte: die Verbreitung eingewanderter gebietsfremder Arten, die ökologisch-ökonomischen Auswirkungen dieser Entwicklung und wie sich die Routen der Invasionen überwachen und monitoren lassen.

Studie zu Mykorrhiza-Gemeinschaften

Der Safrangelbe Hautrindenpilz (Piloderma croceum) und sein Zusammenleben mit Eichen steht im Mittelpunkt der Untersuchungen des DFG-Forschungsprojekts „TrophinOak“. Foto: Dr. Sylvie Herrmann/UFZ Der Safrangelbe Hautrindenpilz (Piloderma croceum) und sein Zusammenleben mit Eichen steht im Mittelpunkt der Untersuchungen des DFG-Forschungsprojekts „TrophinOak“. Foto: Dr. Sylvie Herrmann/UFZ

Ektomykorrhiza-Pilze, deren Markenzeichen die symbiotische Lebensweise mit Bäumen ist, sind rund 100 Millionen Jahre jünger als ihre Vorfahren, die Braunfäule- und Weißfäulepilze. Zudem sind die entscheidenden Genomanpassungen, die diesen Pilzen ihren speziellen Lebensstil ermöglichen, im Laufe der Evolution offenbar mehrfach entstanden. Das schließt ein internationales Forscherteam aus der ersten umfassenden vergleichenden phylogenetischen Analyse von Mykorrhizapilzen, die jetzt im renommierten Fachjournal Nature Genetics veröffentlicht wurde. Diese Sequenzen bieten grundlegende Informationen, wie sich die Symbiosen zwischen Pilzen und Bäumen entwickelt haben.

Mit Hilfe dieser genetischen Untersuchungen hoffen die Forscher, künftig tiefer in die Geheimnisse der Vielfalt der Mykorrhizapilze vordringen zu können, um die Wechselwirkungen mit den Wirtspflanzen und deren Rolle in Waldökosystemen besser zu verstehen.
An der Entdeckung des internationalen Wissenschaftlerteams waren auch Forschende des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung  beteiligt. iDiv hat Sequenzierungen und Auswertungen für das Projekt mitfinanziert. sDiv hat zudem das gesamte internationale MGI-Konsortium im Juni 2011 zu einem Workshop nach Leipzig eingeladen, wo an dem Artikel für Nature Genetics gemeinsam gearbeitet wurde. 

 

Eröffnungsvorlesung Dr. Meredith Schuman

Dr. Meredith Schuman Dr. Meredith Schuman

Am 11. März hielt Dr. Meredith Schuman im Rahmen ihrer Tätigkeit als Leiterin der iDiv- und MPI-CE-Projektgruppe Ecological Functions of Plant Secondary Metabolites eine Vorlesung. Das Thema des Vortrages spiegelt den Fokus der Wissenschaftlerin wider, die am iDiv und dem Max-Planck-Institut für chemische Ökologie (MPI-CE) verortet ist.

Vortragsthema: Lassen sich einzelne Gene so verändern, dass dadurch funktionell unterschiedliche Populationen entstehen?

 

Dr. Schumanns bevorzugtes botanisches Untersuchungsobjekt ist der Wilde Tabak (Nicotiana attenuata). Die in Minneapolis geborene Biologin möchte herausfinden, welche Rolle Gene für die Regulierung biotischer und abiotischer Stressfaktoren von Pflanzen haben.



Wissenschaftlicher Nachwuchs für yDiv

Galini Papadopoulou, Prof. Martin Schlegel, Markus Germany Galini Papadopoulou, Prof. Martin Schlegel, Markus Germany

Am 23. Februar 2015 fand bereits das vierte yDiv-Aufnahme-Symposium für externe Doktorandinnen und Doktoranden statt. Diesmal präsentierten Galini Papadopoulou (iDiv/FSU Jena) und Markus Germany (MLU Halle-Wittenberg) ihre wissenschaftlichen Projekte. Dabei erläuterten sie vor den anwesenden iDiv- und yDiv-Kollegen, in welchem Maße sich ihre Forschung den Schwerpunktthemen annimmt, die das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) fokussiert: die Entstehung und die Erfassung von Biodiversität, welchen Einfluss diese auf komplexe Ökosysteme hat und wie Biodiversität wirkungsvoll geschützt werden kann.

Citizen-Science-Konferenz in San José

Susanne Hecker auf der CSA-Konferenz (Foto: Monique Luckas) Susanne Hecker auf der CSA-Konferenz (Foto: Monique Luckas)

Inwieweit kann die Beteiligung von Bürgern in Forschungsprojekten eine Bereicherung für die Wissenschaft sein? Welche Herausforderungen kommen auf Gesellschaft und Wissenschaft zu, wenn immer mehr Projekte mithilfe interessierter Laien durchgeführt werden? Diese und ähnliche Fragen diskutierten die Teilnehmer der Eröffnungskonferenz der Citizen Science Assoiation (CSA) in San José, Kalifornien. Es kamen mehr als 600 Teilnehmer aus 25 Ländern. Auch das Forschungszentrum iDiv war präsent. Susanne Hecker von der Forschungsgruppe Ökosystemare Dienstleistungen moderierte die Diskussionsrunde „Research on and Evaluation of the Citizen Science Experience” und stellte anlässlich einer Poster-Session das engagierte Projekt BürGEr schaffen WISSen – Wissen schaft Bürger (GEWISS) vor.

  • Informationen zu GEWISS
  • Informationen zur Konferenz (in englischer Sprache)

Studie: Artenreiches Grasland wächst nach Flutkatastrophen besser als artenarmes

Überflutete Versuchsparzellen des Jena Experiments 2013 (Foto: Victor Malakhov) Überflutete Versuchsparzellen des Jena Experiments 2013 (Foto: Victor Malakhov)

In den kommenden 100 Jahren wird die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse zunehmen. In Europa könnte das zu weiteren Hoch­wasserkatastrophen ähnlich der Flut im Jahr 2013 führen, die mit enormen Schäden für Mensch und Natur einherging. Die Folgen solch extremer Wetterereignisse für Landschaften wie zum Beispiel das Grasland haben nun iDiv-Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der TU München untersucht und dabei festgestellt: Artenreiches Grasland ist in der Lage, zusätzliche Substanzen, die durch die Flut in eine Region geschwemmt werden, in Pflanzenbiomasse umzuwandeln. Die Studie ist bei Nature Communications erschienen.

  • Direkt zur Studie (in englischer Sprache)

Sonderausgabe: Pflanzenphysiologie trifft Biodiversitätsforschung

Sonderausgabe: Pflanzenphysiologie trifft Biodiversitätsforschung None

In einer aktuellen Sonderausgabe des Journal of Plant Physiology präsentieren Ökologen, Evolutionsbiologen und Physiologen eine Reihe von Beiträgen zur physiologischen Biodiversitätsforschung – kurz Physiodiversity. Der zweitägige Workshop „Biodiversität trifft Physiologie“ am Synthesezentrum sDiv im Herbst 2013 bildete den Grundstein für die bemerkenswerte Edition. Prof. Christian Wilhelm, iDiv-Mitglied und langjähriger Chefredakteur des Journals, hatte die Veranstaltung initiiert.

 

Nun ist die Sammlung über neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich der modernen Pflanzenphysiologie als erste Sonderausgabe 2015 mit insgesamt 14 Beiträgen erschienen: Neben Artikeln über den Prozess der Kohlenstoffaufnahme von Pflanzen oder biotische Interaktionen erwarten den Leser ein Beitrag über die Evolution und Diversität von Mykorrhizapilzen von Prof. François Buscot, Co-Direktor iDiv, und die Einführung zur "Physiodiversity" von Herausgeber Christian Wilhelm und iDiv-Direktor Prof. Christian Wirth.

 

  • Mehr zur Sonderausgabe und alle Beiträge zum downloaden auf sciencedirect.com (in englischer Sprache)

Citizen Science: Tagung zum Bürger-Engagement in der Wissenschaft

Citizen Science: Tagung zum Bürger-Engagement in der Wissenschaft None

Am 26. und 27. Januar 2015 hatten das Konsortium "BürGEr schaffen WISSen – Wissen schafft Bürger (GEWISS)" und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zu der Veranstaltung "Bürger zwischen Engagement und Wissenschaft" in Osnabrück geladen. Die iDiv-Wissenschaftlerinnen Prof. Aletta Bonn und Dr. Anett Richter beteiligten sich mit Vorträgen und Workshops an der Tagung zu "Perspektiven, Herausforderungen und Grenzen von Citizen Science".

  • Weitere Informationen finden Sie hier

Studie: Wildverbiss in Schutzgebieten führt zu Verlust von Baumarten

Studie: Wildverbiss in Schutzgebieten führt zu Verlust von Baumarten None

Geschütze Laubwaldgebiete sollen eigentlich dazu beitragen, den Verlust von Biodiversität zu reduzieren. Eine aktuelle Untersuchung - an der unter anderem iDiv-Wissenschaftler Prof. Nico Eisenhauer beteiligt war - zeigt nun, dass gerade in diesen Gebieten ein ernstzunehmendes Problem auftritt: Hirsche und Rehe vermehren sich immer mehr und fressen die artenreichen jungen Baumtriebe. Das führt in vielen Waldregionen zur Entstehung von Monokulturen, da die Wildtiere deutlich weniger Buchentriebe fressen als andere Baumarten. Auch andere Tierarten sind von dem Problem betroffen: Der Verlust der Baumvielfalt führt zu einem Artenverlust unter den Insekten, zum Beispiel bei den Schmetterlingen, da sie auf Baumarten spezialisiert sind, die von den Rehen weggefressen werden. Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler knapp 7.000 Waldflächenabschnitte in Thüringen und Rumänien. In Thüringen gehen durch den Wildverbiss bis zu 60 Prozent der Baumarten verloren; in Rumänien sind es zehn bis 30 Prozent. (Foto: Thost / pixelio.de)

 

  • Direkt zur Studie (in englischer Sprache)

Aktuelle Studie: Erkrankung von Bienen nach Befall durch einheimische und asiatische Parasiten

Foto: luise / pixelio.de Foto: luise / pixelio.de

Wissenschaftler der Freien Universität Berlin, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig sehen eine verstärkte Gefährdung der Honigbiene in Europa. Sie fanden heraus, dass die Verbreitung eines asiatischen Honigbienen-Parasiten in Europa durch einen Anstieg der weltweiten Temperaturen begünstigt wird. Dieser Parasit verursacht Nosemose, eine schwere Erkrankung der Honigbiene. Die Ergebnisse der Studie sind in der jüngsten Ausgabe des Fachjournals Proceedings of the Royal Society B (Biological Sciences) veröffentlicht worden.

 

Studie: Checkliste zur Bewertung invasiver Arten

Ob gebietsfremde Pflanzen und Tiere einheimische Arten gefährden oder sogar ganze Lebensgemeinschaften zerstören können – dieser Frage gehen Wissenschaftler nach, um unter anderem die Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die menschliche Gesundheit besser bewerten zu können.

Ein Team aus Biodiversitätsexperten der Universität Wien und des Umweltbundesamts Österreich haben in Zusammenarbeit mit iDiv-Wissenschaftler Dr. Marten Winter eine aktuelle Studie vorgelegt: Darin stellen sie eine Checkliste vor, die die zeitlichen und räumlichen Auswirkungen der eingeschleppten Arten dokumentiert. Zugleich sind die Daten miteinander vergleichbar. Das Forschungszentrum iDiv war auch institutionell am Zustandekommen der Publikation beteiligt. „Die Studie ist infolge eines Workshops in unserem Forschungszentrum entstanden und stellt das bislang umfassendste Konzept zur Bewertung gebietsfremder Arten dar“, erklärt Dr. Marten Winter.

  • Die Studie ist im Fachjournal BioScience erschienen

Dies academicus: iDiv-Vortrag über Bürgerbeteiligung in der Wissenschaft

Dr. Anett Richter referierte zum Thema Citizen Science Dr. Anett Richter referierte zum Thema Citizen Science

Im Rahmen des Dies academicus der Universität Leipzig hatten iDiv, das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) und das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum (BBZ) am 2. Dezember 2014 zu einer Gemeinschaftsveranstaltung in die Bio City geladen. In diesem Jahr standen die Vorträge unter dem Motto "Wie Wissenschaft zur Anwendung kommt – Wissens- und Technologietransfer am BIO CAMPUS".

 

iDiv-Wissenschaftlerin Dr. Anett Richter beteiligte sich mit ihrem Vortrag "Bürger forschen mit: Citizen Science". In diesem Jahr begeht die Universität Leipzig ihren 605. Jahrestag.

Antrittsvorlesung

Antrittsvorlesung None

Wie ernst ist die Biodiversitätskrise? Gibt es wirkungsvolle Handlungsansätze, um dem Artenschwund und zunehmenden Lebensraumverlust entgegenzuwirken?

Auf diese und weitere brisante Fragen ging Henrique Miguel Pereira anlässlich seiner Antrittsvorlesung am 18. November an der Martin-Luther-Universität in Halle ein. Prof. Dr. Elmar Wahle, Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, begrüßte Pereira vor den zahlreich erschienenen Gästen und Studenten als neu berufenen Professor für Biodiversität und Naturschutz. Der gebürtige Portugiese übernimmt Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Martin-Luther-Universität und dem Forschungszentrums iDiv. Darüber hinaus hat Henrique M. Pereira für drei Jahre die Präsidentschaft des internationalen Biodiversitätsnetzwerks Group on Earth Observations Biodiversity Observation Network (GEO BON) inne.

 

iDiv veranstaltet erstes Scientific Retreat

Scientific Speed Dating: Jeder Teilnehmer stellte sein Forschungsthema kurz und prägnant vor Scientific Speed Dating: Jeder Teilnehmer stellte sein Forschungsthema kurz und prägnant vor

Am 6. November lud iDiv zum ersten Scientific Retreat. Die ganztägige Veranstaltung fand im Kubus des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) statt. Geladen waren alle am iDiv ansässigen Forschungsgruppen sowie Fachkollegen der iDiv-Plattformen und mit dem Forschungszentrum verknüpften Netzwerke.

Das Programm war anspruchsvoll und kurzweilig zugleich. Dialog und Wissenstransfer stand im Vordergrund. In Scientific-Speed-Dating-Sessions und Posterpräsentationen fanden sich mehr als 60 Wissenschaftler zusammen, um ihren Forschungsfokus vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und sich zum Thema Biodiversität zu vernetzen.

Porträt eines Parasiten:
Evolutionäre Geschichte des Bakteriums Wolbachia entschlüsselt

Wolbachia-Infektionen (Magenta Punkte) in einem Ovar von Drosophila. Foto: Anja Rudolph/Leipzig Wolbachia-Infektionen (Magenta Punkte) in einem Ovar von Drosophila. Foto: Anja Rudolph/Leipzig

Das Bakterium Wolbachia bewohnt als Parasit bevorzugt Insekten und Spinnentieren und beeinflusst die Physiologie, Evolution und Diversität ihrer Wirte. Die Erfolgsgeschichte von Wolbachia aus evolutionärer Sicht war bislang noch relativ unbekannt. In einer vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig unterstützten Studie haben Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig erstmals eine umfassende Hypothese zur Stammesgeschichte von Wolbachia vorgelegt.

Die Publikation ist in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.

UN-Biodiversitätskonferenz:
Wissenschaftler schlagen Neuordnung der Ziele zum Artenschutz vor

UN-Biodiversitätskonferenz:Wissenschaftler schlagen Neuordnung der Ziele zum Artenschutz vor None

Auf der 12. UN-Biodiversitätskonferenz im südkoreanischen Pyeongchang diskutieren derzeit Experten über Maßnahmen zum Schutz der globalen Artenvielfalt. Der aktuelle Zwischenbericht der Biodiversitätskonvention, der Global Biodiversity Outlook 4, fällt ernüchternd aus. Viele Ziele, die sich die Staatengemeinschaft im Übereinkommen über die biologische Vielfalt für die Dekade 2011 bis 2020 gesetzt hat, wurden bislang ungenügend umgesetzt. Auch iDiv-Wissenschaftler sind nach Südkorea gereist und beteiligen sich mit einer aktuellen Studie an der Debatte. In der Publikation machen sie Vorschläge wie die Vorhaben zum globalen Artenschutz von den Vertragspartnern besser realisiert werden können.

Kontakt

Wissenschaftliche Koordinatorin

Dr. Rebecca Thier-Lange

 

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733102

Fax: +49 341 9739353