Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.
Aktuelles:

US-Biologen Jonathan Chase und Stan Harpole zu Professoren berufen

Aus den USA nach Mitteldeutschland: Jon Chase (links) und Stan Harpole (Fotos: Uni Halle / Maike Glöckner) Aus den USA nach Mitteldeutschland: Jon Chase (links) und Stan Harpole (Fotos: Uni Halle / Maike Glöckner)

Mit den beiden US-Biologen Jonathan Chase und Stanley Harpole sind zwei weitere Professuren am iDiv mit renommierten Wissenschaftlern besetzt. Jonathan Chase hat die gemeinsame Berufung der Martin-Luther-Universität und iDiv für den Forschungsbereich „Biodiversitätssynthese“ angenommen. Stan Harpole ist der neue Leiter des Forschungsbereichs „Physiologische Diversität“. Seine Professur ist Teil der Kooperation von iDiv mit der Martin-Luther-Universität und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Damit sind zum 1. Oktober 2014 sechs der insgesamt acht Professuren an unserem Forschungszentrum besetzt.

 

Bürger schaffen Wissen: Auftaktveranstaltung in Leipzig

Am 17. und 18. September 2014 fand die Veranstaltung "Dialogforen Citizen Science" in Leipzig statt. Auf der Tagung wurden u.a. wissenschaftliche Projekte vorgestellt, die unter der aktiven Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern entstanden. iDiv-Professorin Aletta Bonn leitet das Konsortium der Plattform "GEWISS - BürGEr schaffen WISSen", welche die Veranstaltung organisierte. Unter den Gästen im Leipziger KUBUS des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung - UFZ waren iDiv-Direktor Prof. Christian Wirth sowie Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt der Stadt Leipzig.

 

Ziel der Veranstaltung war es, das Citizen-Science-Konzept in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Aletta Bonn ist seit Ende Juli 2014 Professorin für Ecosystem Services am iDiv. Ein Hauptaugenmerk der Arbeit von Aletta Bonn liegt auf partizipativen Methoden an der Schnittstelle Wissenschaft-Gesellschaft-Politik.

 

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

yDiv heißt sechs neue Doktoranden willkommen

yDiv-Koordinatorin Mari Bieri (rechts) und die sechs neuen yDiv-Members yDiv-Koordinatorin Mari Bieri (rechts) und die sechs neuen yDiv-Members

Am 5. September 2014 fand das zweite "yDiv Admission Symposium for associated doctoral researchers" am iDiv statt. Sechs Doktoranden schlossen ihre Bewerbung bei der Graduiertenschule mit der Präsentation ihrer Forschungsprojekte ab. Nour Alhammoud (MPI CE Jena/FSU Jena), Belinda Kahnt (MLU Halle-Wittenberg), Murilo Miranda, Barbara Goncalves (beide iDiv/MLU Halle-Wittenberg) sowie Bettina Ohse und Joaquin Duque Lazo (beide Universität Leipzig) verdeutlichten die Zusammenhänge zwischen ihren jeweiligen Forschungsbereichen und den Leitgedanken von iDiv (Erfassen, Entstehung, Auswirkungen und Erhalt von Biodiversität).

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Präsentationen beinhaltete die Motivation der jungen Wissenschaftler: Sie begründeten, weshalb sie sich für die Graduiertenschule yDiv entschieden haben. Im Anschluss an die facettenreichen Vorträge, von evolutionärer Genetik über Landnutzungsänderungen bis hin zur Naturschutzplanung, folgten jeweils lebhafte Diskussionen. Als Vertreterin des yDiv-Komitees hieß Prof. Kirsten Küsel (Direktorium iDiv) anschließend die neuen Doktoranden willkommen und überreichte ihnen die Aufnahmezertifikate. Dabei verwies sie auf die besonderen Möglichkeiten des Netzwerkaufbaus, der Kollaborationen und der persönlichen Entwicklung, welche die Graduiertenschule innerhalb des Forschungszentrums bietet.

Forschen im Untergrund:
Die mikrobiologische Vielfalt des Grundwassers

Bei der Feldforschung: Geologe Robert Lehmann (Foto: T.Wagner/iDiv) Bei der Feldforschung: Geologe Robert Lehmann (Foto: T.Wagner/iDiv)

Die kleine Gemeinde Kammerforst in Thüringen liegt nah am Hainich-Nationalpark und hat knapp eintausend Einwohner. Mindestens alle vier Wochen kommen Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und anderer Forschungseinrichtungen hierher, um die Vielfalt der unterirdischen Organismen und die Zusammensetzung des Grundwassers der Region zu untersuchen. Dazu entnehmen die Forscher des Sonderforschungsbereichs „AquaDiva“, einer zentralen iDiv-Forschungsplattform, seit 2011 an  verschiedenen Standorten rund um Kammerforst Grundwasserproben. Zum Teil werden sie unverzüglich vor Ort untersucht und dokumentiert, zum Teil im einhundert Kilometer entfernten Jena bearbeitet.

 

Während seine Kollegen eine Tauchpumpe an einem der Standorte einbauen und die Messtechnik vorbereiten,  fährt Robert Lehmann, Geologe an der Uni Jena und Standortkoordinator, mit einem Geländewagen zu einer weiteren der insgesamt elf Grundwassermessstellen. In diesen auf Ackerflächen, Wiesen und im Wald platzierten Schutzrohren, werden mittels Tauchsonden der unterirdische Abfluss, die saisonalen Auswirkungen des Wetters und der Landnutzung sowie der Grundwasserstand überwacht. „Der Hainich ist ein außerordentlich geeigneter und wichtiger Projektstandort für ein interdisziplinäres Prozessverständnis zur Grundwasserbeschaffenheit in Karst-Einzugsgebieten“, erklärt Robert Lehmann. Er nimmt einen Gesteinsbrocken von einem gepflügten Acker: „Das untersuchte Grundwasser in dieser Region fließt in Klüften und Hohlräumen dieses dichten Kalksteins.“ Mit bloßem Auge lassen sich auch Muschel- und andere Fossilienreste erkennen.

 

Den Forschern geht es zum einen um grundlegende Fragen: Wie wirken sich verschiedene und extreme Wetterphänomene wie Starkregen, Dürreperioden oder Schneeschmelze auf die Bodenökologie, die Grundwasserneubildung und die Zusammensetzung des Grundwassers aus? „Vor Ort prüfen wir bei der Probenahme unter anderem den Sauerstoffgehalt und den pH-Wert des Wassers als Milieubedingungen des Grundwasserökosystems“, sagt Robert Lehmann nach einer Kontrollfahrt, während seine Kollegin vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aus Leipzig ihre Probenbehälter füllt. Anja Narr untersucht in ihrer Doktorarbeit die Bedeutung von Bakteriophagen beim Transport von DNA im Grundwasser.

 

Nach den Probenahmen fahren die Wissenschaftler in ihren Pickups zu einem angemieteten Fachwerkhaus in Kammerforst. Dort können sie während der Feldarbeiten übernachten. Zusätzlich gibt es einen Seminarraum, eine Werkstatt und einen Arbeitsraum, in dem sensible Wasserproben unmittelbar nach der Entnahme analysiert werden, deren Ergebnisse durch den Transportweg in die Labore nach Jena beeinflusst würden.

 

Von links nach rechts: Techniker Heiko Minkmar bei der Probenahme; Kalkstein; Nico Ueberschaar bei der Behandlung von Grundwasserproben (Fotos: T.Wagner/iDiv)Von links nach rechts: Techniker Heiko Minkmar bei der Probenahme; Kalkstein; Nico Ueberschaar bei der Behandlung von Grundwasserproben (Fotos: T.Wagner/iDiv)

Wie eine gesunde Umwelt funktioniert, sei eine weitere Frage, mit denen sich die Wissenschaftler beschäftigen, so Nico Ueberschaar, Postdoktorand an der Uni Jena. Er bereitet am Nachmittag die Behandlung  seiner jüngsten Grundwasserproben für die spätere Spurenanalytik organischer Inhaltsstoffe und für mikrobiologische Untersuchungen vor. Die Forschungsergebnisse sind konkret für den Menschen und den Umgang mit der Natur wichtig, erklärt er. Wenn man weiß, welche Organismen durch Stoffabbau im Grundwasser zu dessen Reinheit beitragen, könnte man sie beispielsweise gezielt bei der Wasseraufbereitung einsetzen. Grundwasser ist ein wesentlicher Teil des Wasserkreislaufs. Es stammt überwiegend aus versickerndem Regenwasser und ist die wichtigste Trinkwasserressource in Deutschland.

 

"AquaDiva" steht sowohl für Wasser (Aqua) als auch Diversität (Diva). Die Wissenschaftler des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft vorerst bis 2017 geförderten Sonderforschungsbereichs wollen mit ihrer aufwendigen und zeitintensiven Arbeit klären, welche Rolle diese beiden Komponenten für die Struktur, die Eigenschaften und Funktionen des belebten Untergrunds spielen. Dafür arbeiten bei der iDiv-Forschungsplattform Mikrobiologen, Ökologen, Geowissenschaftler sowie Chemiker und Informatiker an der FSU Jena, dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle und Leipzig und dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien zusammen.

Auwaldkran wieder einsatzbereit

Prof. Wirth in der Gondel des Auwaldkrans (Foto: Pressestelle der Universität Leipzig / Swen Reichhold) Prof. Wirth in der Gondel des Auwaldkrans (Foto: Pressestelle der Universität Leipzig / Swen Reichhold)

Der Forschungskran in der Leipziger Burgaue ist wieder einsatzbereit. Die feierliche Wiederinbetriebnahme fand am 9. Juli 2014 statt. Unter den zahlreichen Gästen waren Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt der Stadt Leipzig, die Rektorin der Universität, Prof. Beate Schücking, sowie Prof. Christian Wirth, Direktor des Forschungszentrums iDiv.

 

Während des Sommerhochwassers im vergangenen Jahr hatte die Anlage starke Schäden erlitten. Die Forschungsplattform war aus Sicherheitsgründen abgebaut worden, da sich der unterspülte Kran stark geneigt hatte und Umsturzgefahr bestand. Im Frühjahr 2014 wurde die Schienenanlage erneuert und der Kranmast wieder aufgerichtet.

 

Die Anlage ermöglicht Feldforschung in den Baumkronen des Auwaldes und wird von Wissenschaftlern der Universität, des Forschungszentrums iDiv und deren Partnern genutzt. Welche Forschungsziele in Zukunft mit Hilfe des Krans verfolgt werden, lesen Sie in unserer Pressemitteilung.

 

Der Kran während des Wiederaufbaus im Frühjahr 2014 (Foto: T.Wagner/iDiv)Der Kran während des Wiederaufbaus im Frühjahr 2014 (Foto: T.Wagner/iDiv)

Häufig zitiert: iDiv beim internationalen Science-Ranking präsent

Foto: T.Wagner/iDiv

Im jährlichen Wissenschaftsranking des Institute for Scientific Information (ISI) des Medienkonzerns Thomson Reuters tauchen mehrere iDiv-Mitglieder auf. Unter den insgesamt 137 Wissenschaftlern in der Kategorie „Umwelt/Ökologie“ gibt es acht Nennungen aus Deutschland – und sechs von ihnen sind iDiv-Mitglieder: Stefan Klotz, Ingolf Kühn, Josef Settele und Helmut Hillebrand sowie Markus Reichstein und Ernst-Detlef Schulze.

Die iDiv-Quote im ISI-Ranking erhöht sich durch weitere Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung: Jonathan M. Chase aus den USA, gelistet in der Kategorie „Umwelt/Ökologie“, wird ab August das iDiv-Team mit seiner Expertise bereichern und einen eigenen Forschungsbereich übernehmen. In der Kategorie „Botanik/Zoologie“ sind die iDiv-Mitglieder Ian Thomas Baldwin und Jonathan Gershenzon genannt.

Das ISI-Ranking ist das Ergebnis der Analyse von mehr als zehn Millionen Datensätzen. Berücksichtigt wurde dabei die Zitierhäufigkeit von Publikationen.

 

Aletta Bonn zur Professorin für Ökosystemleistungen berufen

Aletta Bonn (Foto: S.Bernhardt/iDiv)

Aletta Bonn hat Ende Juli den Ruf auf die Professur „Ecosystem Services" am iDiv angenommen. Es ist eine gemeinsame Berufung mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena, welche vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) finanziert wird. Damit sind vier der insgesamt acht Professuren am iDiv besetzt - zwei weitere folgen zeitnah. "Ich freue mich, dass ich mit meinem Team nun dazu beitragen kann, die Biodiversitätsforschung national und international voranzubringen und durch die Schnittstellen zu Politik und Gesellschaft ein größeres Bewusstsein zu schaffen, wie wichtig und wertvoll die Ökosystemleistungen für uns alle sind", so Aletta Bonn.

 

Mehr erfahren Sie in unserer Pressemitteilung.

GEO BON-Tagung in der BIO CITY

GEO BON-Tagung in der BIO CITY

Mitte Juni fand eine Tagung des Beobachtungsnetzwerkes für biologische Vielfalt der Group on Earth Observations, GEO BON, in Leipzig statt. Um die Aktivitäten der regionalen Arbeitsgruppen und Netzwerke zu bewerten, kamen vom 15. bis 18. Juni Mitglieder des Verwaltungsausschusses und des GEO-BON-Beirates in den Räumlichkeiten des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) zusammen – dem Geschäftssitz des GEO-BON-Netzwerkes. Die Teilnehmer diskutierten neue Zielsetzungen und Projekte für die nächsten Jahre und zogen Bilanz über die erbrachten Leistungen.

 

Zur Website von GEO BON

Preisverdächtiger Beitrag

Rohiz Kolora with his winning poster (Photo: Manjusha Chintalapati)

Im Juni fand die Next Generation Sequencing-Konferenz in Barcelona statt. yDiv-Doktorand Sree Rohit Kolora nahm an der Fachtagung teil und gewann mit seinem handgezeichneten Poster einen Preis für Kreativität und Originalität.

 

Mehr erfahren..

(in englischer Sprache)

Millionen Jahre alte Symbiose

Wurzelknöllchen mit symbiontischen Bakterienkolonien Wurzelknöllchen mit symbiontischen Bakterienkolonien

Wenn Pflanzen mit Stickstoff-fixierenden Bakterien eine Zweckgemeinschaft eingehen, ziehen beide Partner aus dieser Symbiose Vorteile: Die Pflanzen erhalten Stickstoff, den sie zum Wachstum benötigen. Die Mikroorganismen wiederum finden in den Wurzeln der Pflanzen Nahrung und Lebensraum. Ein internationales Expertenteam, darunter Dr. Jens Kattge vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie und Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), hat nun herausgefunden, dass bereits in einem sehr frühen Evolutionsschritt die Grundlage für alle Symbiosen zwischen Pflanzenarten und Stickstoff-fixierenden Bakterien gelegt wurde. Die Studie ist im Fachjournal Nature Communications erschienen.

sDiv veröffentlicht Studien zu eingewanderten Arten

sDiv veröffentlicht Studien zu eingewanderten Arten

Die Täter operieren global: Weltweit wandern fremde Arten ein oder werden eingeschleppt. Im schlimmsten Fall stören die tierischen und pflanzlichen Eindringlinge das Gleichgewicht des Ökosystems der betreffenden Region. In Deutschland leben beispielsweise knapp 800.000 Nordamerikanische Waschbären (Procyon lotor). Sie sind weit verbreitet, fressen fast alles und können Krankheiten übertragen. Zwei aktuelle Studien zum Einfluss eingewanderter Arten, an dem iDiv-Wissenschaftler beteiligt waren, sind nun in den Online-Ausgaben der Fachjournale „PLoS Biology“ und „Conservation Biology“ erschienen.

 

Die Pressemeldung finden Sie hier.

 

Foto: Ruth Rudolph / pixelio.de

Firmenlauf Leipzig: iDiv am Start

Foto: T.Wagner/iDiv

Als am Mittwochabend die Läufer für den 7. Firmenlauf in Leipzig an den Start gingen, war auch iDiv mit dabei. Neun Läuferinnen und Läufer beteiligten sich unter dem Motto „iRun for iDiv“. Der Startschuss für die 4,8 Kilometer lange Strecke fiel 19 Uhr und führte die Teilnehmer einmal um das Zentralstadion. Einen Preis für das kreativste Firmenshirt gab es für iDiv zwar nicht, das eigens für den Lauf kreierte Outfit konnte sich dennoch sehen lassen (siehe Foto).

Vielfalt im Mittelpunkt

Poster des IDB 2014 Poster des IDB 2014

Der 22. Mai stand ganz im Zeichen der Biodiversität. Der Internationale Tag der biologischen Vielfalt (IDB) erinnert jährlich daran, sich für den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten, Lebensräumen und genetischen Ressourcen auf der Erde einzusetzen.

 

Der Aktionstag wurde erstmals im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen ausgerufen und knüpft an den 22. Mai 1992 an, an dem das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity) offiziell bestätigt wurde. Jedes Jahr widmet sich der IDB einem Schwerpunktthema. 2014 hieß das Motto Island Biodiversity. Inseln und die sie unmittelbar umgebenden maritimen Bereiche –  beispielsweise Korallenriffe, Mangroven oder Seegraswiesen – besitzen einzigartige und zugleich fragile Ökosysteme, die es zu bewahren gilt.

Der Zusammenhang zwischen der Hebung des Tibetischen Plateaus
und Artenvielfalt

Yunnan/China. Foto: Adrien Favre Yunnan/China. Foto: Adrien Favre

Deutsche, Schweizer und österreichische Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitäts­forschung (iDiv), der Universität Leipzig, des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben den gegenwärtigen Kenntnisstand zur Entstehung tibetischer Pflanzen und Tiere zusammengefasst. Die Gemeinschaftsarbeit zeigt, wie geologische Prozesse, die zur Hebung des Qinghai-Tibet-Plateaus und des Himalayas führten, die Artbildung beeinflussten. Die Studie erschien in Biological Reviews.

 

Die Pressemeldung finden Sie hier.

Superrechner zur Erforschung der biologischen Vielfalt

Foto: André Künzelmann/UFZ Foto: André Künzelmann/UFZ

Massendaten von Satellitenaufnahmen verarbeiten, den genetischen Fingerabdruck eines Ökosystems ermitteln und ökologische Szenarien wie zum Beispiel die Veränderung der Artenvielfalt infolge von Klimaveränderungen modellieren: Computerberechnungen sind in der Biodiversitätsforschung mittlerweile unverzichtbar. Der neue Hochleistungsrechner, den das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig erworben hat, bewältigt diese komplexen Aufgaben. Das High Performance Computing Cluster (HPC-Cluster) besteht aus 70 Servern mit insgesamt 400 Terabyte Speicherkapazität. Integriert wird die Anlage in ein bereits bestehendes Cluster am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Das Hochleistungsrechner wurde am 5. Mai von Prof. Christian Wirth, Direktor des Forschungszentrums iDiv, und Prof. Georg Teutsch, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, feierlich eingeweiht.

 

Die Pressemeldung finden Sie hier.

Vortrag: Über Menschenaffen und den Schutz ihrer Lebensräume

Dr. Hjalmar Kühl (Foto: T.Wagner/iDiv)
Die Lebensräume und der Bestand von Menschenaffen sind bedroht. Zu diesem brisanten Thema hat Dr. Hjalmar Kühl am 8. April 2014 einen Vortrag am iDiv gehalten. Der Robert-Bosch-Juniorprofessor befasst sich mit den negativen Folgen, die durch die Fehlnutzung [...]
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Waldinventur: 16.000 Bäume in zwei Monaten

Foto: T. Wagner

Waldinventuren sind ein wichtiger Bestandteil der Biodiversitätsforschung. Das Erfassen der Baumarten, deren Entwicklung und Biomasseproduktion bilden die Grundlage für forst- und umweltpolitische Pläne und Entscheidungen. iDiv hat im Nationalpark Hainich in Thüringen eine Forstinventur durchgeführt und trägt damit wesentlich zur Datenerhebung in Mitteleuropa bei.

 

Seit Oktober 2013 betreut Forstingenieur Ulrich Pruschitzki die dritte Inventur der sogenannten HUSS-Fläche. Auf der 28 Hektar großen Waldfläche im Kernbereich des Nationalparks im Nordwesten Thüringens wurden 1999 im Rahmen eines EU-Projektes erstmals sämtliche Bäume erfasst. 2007 hatte Christian Wirth mit Unterstützung des Max-Planck-Instituts und der Universität Freiburg eine zweite erweiterte Zählung durchgeführt. Im Oktober und November 2013 erfolgte nun die dritte Erfassung der rund 16.000 Bäume.

 

Zur Orientierung haben die Wissenschaftler die HUSS-Fläche in 129 Quadranten á 50 mal 50 Meter aufgeteilt. Ulrich Pruschitzki positionierte dazu Holzpflöcke als Eckpunkte in den Waldboden. Mit Hilfe von GPS-Daten, Entfernungsmesser und Peilkompass bestimmte er die Entfernung und den Winkel zu fünf verschiedenen Bäumen in der unmittelbaren Umgebung. In dem Gebiet bekam jeder Baum, der eine Mindesthöhe von 1,30 Meter hat, eine Nummer. Die Baumart und der Brusthöhendurchmesser wurden protokolliert. Ebenso die soziologische Stellung des Baumes: Das heißt, ob er eine eher herrschende oder unterdrückte Stellung im Vergleich zu den ihn umgebenden Bäumen einnimmt. Außerdem bestimmten die Waldökologen die Vitalität, die Überschirmung durch andere Bäume und Schäden.

 

Bei abgestorbenen Bäumen überprüften die Wissenschaftler den Zersetzungsgrad und ermittelten die Mortalitätsursache. Auch die frisch gewachsenen Bäume wurden erfasst und deren Position innerhalb des Waldes bestimmt. Ende November 2013 war die Feldmaßnahme beendet. Seitdem werden die gesammelten Daten aufbereitet und ausgewertet.

Zweiter sDiv-Call für Workshops beendet

Die zweite Ausschreibung für Workshops des Synthesezentrums sDiv ist beendet. Vorschläge konnten bis zum 1. April 2014 eingereicht werden. Alle Einsendungen werden derzeit geprüft und gegebenenfalls modifiziert. Als „think tank“ der Biodiversitätsforschung steht sDiv allen offen und bietet jährlich zahlreiche nationale und internationale Workshops.

Nature-Studie: Neue Erkenntnisse zum Bienensterben

luise / pixelio.de

Typische Krankheiten von Honigbienen lassen sich auch bei wild lebenden Bienen, zum Beispiel Hummeln, nachweisen. Für den zunehmenden Schwund der Wildbienenbestände könnten also Krankheiten verantwortlich sein, die von Honigbienen verbreitet werden.

Prof. Dr. Robert Paxton, Institut für Biologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, hat in Zusammenarbeit mit britischen Wissenschaftlern aufgezeigt, dass sich das unter Honigbienen grassierende Krüppelflügel-Virus auch unter Hummeln verbreitet und in ihnen sogar repliziert. Bislang ging man davon aus, dass diese Krankheit lediglich eine Bedrohung für Honigbienen darstellt. Die Ergebnisse, die auf Untersuchungen in Großbritannien basieren, wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Mehr Informationen zu den Ergebnissen der Studie finden Sie hier.

 

Die Online-Publikation finden Sie hier.

 

Photo: luise / pixelio.de

Henrique Miguel Pereira übernimmt Vorsitz des internationalen Netzwerkes GEO BON

Prof. Henrique M. Pereira (c) Silvio Bürger Prof. Henrique M. Pereira (c) Silvio Bürger

 

Professor Henrique Miguel Pereira, Leiter der iDiv Arbeitsgruppe Biodiversität und Naturschutz, hat für drei Jahre die Präsidentschaft des Group on Earth Observations Biodiversity Observation Network (GEO BON) übernommen.

 

Auswirkungen der Urbanisierung auf städtische Tier- und Pflanzenwelt

Foto: Marten Winter

Die aktuelle Studie eines internationalen Forscherteams – darunter Mitautor und iDiv-Wissenschaftler Dr. Marten Winter – belegt, dass unsere Städte eine überraschend hohe Artenvielfalt beherbergt. Weltweit wurden in 110 Städten die vorkommende Flora und in 54 Städten die Vogelarten erfasst. Ein Ergebnis: Innerhalb der Stadtlandschaften gibt es Gebiete mit intakten Beständen. Für die dort ansässige biologische Vielfalt bieten unsere Städte Möglichkeiten für regionalen und globalen Artenschutz. Die Ergebnisse der Studie sind in der biologischen Fachzeitschrift der britischen „Royal Society“ erschienen.

 

Die Online-Publikation finden Sie hier.

DFG-Nachwuchspreis für Nico Eisenhauer

Foto: Anne Günther/FSU Foto: Anne Günther/FSU

Nico Eisenhauer, Professor für Terrestrische Ökologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, ist Preisträger des diesjährigen Heinz-Maier-Leibnitz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der 33-Jährige untersucht die Interaktionen zwischen oberirdisch und unterirdisch lebenden Organismen und deren Bedeutung für die Artenvielfalt und Stabilität von Ökosystemen. Ab April 2014 wird Nico Eisenhauer als Professor den Forschungsbereich Experimentelle Interaktionsökologie am iDiv leiten. Der Heinz-Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 jährlich an promovierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen und als Anreiz für weitere Forschungsarbeiten. Er ist mit 20.000 Euro dotiert und geht in diesem Jahr an drei Preisträgerinnen und sieben Preisträger. Die Verleihung findet am 12. Mai in Berlin statt.

Neues Berechnungsmodell: Wie wirken sich Verkehrsunfälle
mit Tieren auf die jeweilige Population aus?

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Straßennetze werden zunehmend dichter. Darunter leiden immer mehr Wildtiere. Auf der Interstate 84 im Süden des US-Bundesstaates Idaho beispielsweise kommen jährlich auf jeden Straßenkilometer bis zu 2,61 verendete Schleiereulen, statistisch gesehen.

Nun liefern drei hochrangige Wissenschaftler, darunter Henrique Miguel Pereira, Professor für Biodiversität und Naturschutz am iDiv, ein neues Berechnungsmodell, das die Auswirkungen auf die jeweilige Population berücksichtigt. Die Forscher nahmen dafür die Daten aus der Idaho-Studie. Diese beinhalten das Vorkommen der Art in der Region und prozentual die Sterblichkeitsrate der Eulen auf den befahrenen Straßen. Mit diesen Daten als Grundlage haben die Wissenschaftler ein Modell erarbeitet, das auf andere Regionen und Arten übertragbar ist. Mit dem Ergebnis: Die Population der Schleiereule in Südportugal würde perspektivisch um die Hälfte schrumpfen, wenn auf den dortigen Straßen jährlich etwa fünf Prozent ums Leben käme. Erreicht die Sterblichkeitsrate 30 Prozent, wäre die Art extrem gefährdet, unabhängig davon, wie umfangreich die Population ist.

 

Die Studie finden Sie hier.

 

Foto: Jürgen Hüsmert  / pixelio.de

Studie: Große Bäume sind die besten Kohlenstoff-Speicher

Studie: Große Bäume sind die besten Kohlenstoff-Speicher

iDiv-Wissenschaftlerin Nadja Rüger war als Coautorin an einer internationalen Studie beteiligt: Die Publikation „Rate of tree carbon accumulation increases continuously with tree size“ ist in der Online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature erschienen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

 

iDiv-Publikation unter den Top-Downloads von „Trends in Ecology & Evolution"

iDiv-Publikation unter den Top-Downloads von „Trends in Ecology & Evolution

Die Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Trends in Ecology & Evolution" (TREE) hat ihre Top Ten der häufigsten Artikel-Downloads der vergangenen zwei Jahre veröffentlicht. Darunter: Die Online-Publikation "Phylogenetic diversity and nature conservation: where are we?" von iDiv-Wissenschaftler Dr. Marten Winter in Zusammenarbeit mit Oliver Schweiger (UFZ, Deutschland) und Vincent Devictor (CNRS, Frankreich).

TREE gehört zu den renommierten ökologischen Fachzeitschriften. Die „Top Ten"-Liste ist auf der Startseite der Online-Ausgabe von TREE veröffentlicht.

Wissenschaftliches Speed-Dating mit iDiv

Moderator Dr. Thole Züchner führte durch das Programm (c) T. Wagner Moderator Dr. Thole Züchner führte durch das Programm (c) T. Wagner

Im Rahmen des Dies academicus hatten BBZ, TRM und iDiv am 2. Dezember 2013 zum "Wissenschaftlichen Speed-Dating am BIO CAMPUS" geladen.

 

Die Präsentation der Ziele und Aufgaben von iDiv übernahm Dr. Marten Winter, Koordinator des Synthesezentrums sDiv, mit seinem Vortrag "Forschen an der Vielfalt - Wie und Warum?". Vor den rund 60 Gästen sprach außerdem Frau Dr. Jana Burkhardt als Referentin für das Trans­lationszentrum für Regenerative Medizin (TRM). Und Dr. Heinz-Georg Jahnke und Dr. Bartholomeus Küttner stellten mit zwei Kurzvorträgen das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum (BBZ) vor.

 

Die drei Zentren sind angesiedelt am BIO CAMPUS der Uni Leipzig. Die Universität wurde am 2. Dezember 1409 gegründet. Seitdem wird an diesem Tag der sogenannte Dies academicus begangen.

 

15/10/13

AquaDiva veranstaltet Kickoff-Meeting

Am 8. Oktober 2013 fand die Auftaktveranstaltung des „Collaborative Research Centre AquaDiva“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) statt. Die iDiv-Plattform begrüßte neue Mitglieder und wählte das offizielle Sprechertrio.

Vorträge gaben Einblick in die Praxis der AquaDiva-Arbeitsgruppen. Foto: T. Wagner Vorträge gaben Einblick in die Praxis der AquaDiva-Arbeitsgruppen. Foto: T. Wagner

Neben Prof. Kirsten Küsel, stellvertretende iDiv-Direktorin, wurden Prof. Susan Trumbore vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena und Prof. Kai Uwe Totsche, Lehrstuhl für Hydrogeologie der FSU, einstimmig zu den offiziellen Sprechern gewählt.

 

Das interdisziplinäre Forscherteam von AquaDiva habe sich zum Ziel gesetzt die Wechselwirkungen zwischen der Oberflächenbiosphäre und der Rolle von Organismen in den tieferen Erdschichten zu erforschen, erklärte Küsel. Es sei wichtig zu untersuchen, welche Rolle die Komponenten Wasser und Diversität für die Prozesse des belebten Untergrunds spielen und wie weit der Einfluss der Oberflächenbeschaffenheit zum Beispiel auf die Grundwassereigenschaften geht, so Küsel weiter.

 

Der Sonderforschungsbereich (SFB) wird mit gut acht Millionen Euro bis 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Mit der Bewilligung sei „Jena zu einer der wichtigen, wenn nicht zu der Adresse für ökologische Zukunftsfragen“ geworden, sagte Prof. Klaus Dicke, Rektor der Uni Jena, vor den rund 40 Teilnehmer des Kickoff-Treffens in den Rosensälen der FSU. Im Frühjahr 2014 soll der erste AquaDiva-Workshop stattfinden.

 

Weitere Informationen über AquaDiva finden Sie hier.

25/09/13

Workshop "Physiology meets Biodiversity"


Am 26. und 27. September führte der internationale Workshop „Physiology meets Biodiversity“ rund 150 Teilnehmer aus wissenschaftlichen Bereichen der Ökologie und Physiologie in Leipzig zusammen. Der Brückenschlag zwischen den verschieden ansetzenden biologischen Disziplinen war Kernthema der Veranstaltung, die vom Institut für Biologie der Universität Leipzig und dem Synthesezentrum sDiv im Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig getragen wurde.

Während Ökologen nach Antworten auf die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen suchen, beschäftigen sich Physiologen mit der Frage, wie Pflanzen auf Umweltreize reagieren und welche Prozesse dabei in den Zellen ablaufen. Im Labor bedienen sich die Wissenschaftler meist Modellorganismen, die sich leicht kultivieren lassen. Die Eigenschaften dieser Vertreter sind mittlerweile recht gut entschlüsselt - im Gegensatz zur Flora im Freiland. Von den meisten Arten, die sich auf der Erde zusammenfinden und damit zur Biodiversität beitragen, haben wir bislang nur bruchstückhafte genetische, ökologische und physiologische Informationen.

 

Neueste Fortschritte in der Molekularbiologie und Biophysik ermöglichen jetzt eine direkte Verzahnung zwischen pflanzlicher Ökologie und Physiologie. Wie dieser Datentransfer in moderne Biodiversitätsforschung einfließen kann, war Bestandteil der Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden der Fachtagung „Physiology meets Biodiversity“. An ihr nahmen Wissenschaftler aus den USA, Canada, Australien, China und verschiedenen europäischen Staaten teil.

 

Das Workshop-Programm finden Sie hier.

05/09/13

iDiv richtet internationalen Workshop zur weltgrößten Datenbank funktioneller Pflanzenmerkmale (TRY) aus

Über die neuesten Entwicklungen der TRY-Initiative und wie der Aus­tausch von Daten zu Pflanzeneigenschaften optimiert und einer breiteren Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden kann, darüber diskutierten vom 3. bis 5. September 2013 Vertreter aus Wissen­schaft und Forschung am German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv) in Leipzig. Zu dem internationalen Workshop unter dem Titel „Quantifying and scaling global plant trait diversity“ hatten das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, DIVERSITAS und das in iDiv integrierte Synthesezentrum sDiv geladen.

iDiv richtet internationalen Workshop zur weltgrößten Datenbank funktioneller Pflanzenmerkmale (TRY) aus Über die neuesten Entwicklungen der TRY-Initiative und wie der Aus­tausch von Daten zu Pflanzeneigenschaften optimiert und einer breiteren Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden kann, darüber diskutierten vom 3. bis 5. September 2013 Vertreter aus Wissen­schaft und Forschung am German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv) in Leipzig. Zu dem internationalen Workshop unter dem Titel „Quantifying and scaling global plant trait diversity“ hatten das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, DIVERSITAS und das in iDiv integrierte Synthesezentrum sDiv geladen.
Die Zielsetzung des hochkarätig besetzten Workshops war klar um­ris­sen: Kollegen aus Wissen­schaft und Praxis zu­sammen­führen und Mechanismen erarbei­ten, um sich besser zu vernetzen. Dafür nahmen sich 90 Teilnehmer aus 22 Ländern drei Tage Zeit. Nach der Begrüßung der Gäste durch Prof. Christian Wirth (Direktor iDiv), Markus Reichstein (MPI-BGC) und Paul Leadley (DIVERSITAS) präsen­tierte Dr. Jens Kattge als Koordinator der Datenbank TRY den Status quo der Initiative und regte eine offen-kontroverse Diskussion darüber an, unter welchen Voraussetzungen Wissenschaftler ihre Daten für andere nutzbar machen können. „Ein ganz wesentliches Ergebnis des Workshops war der gemeinsame Beschluss, in Zukunft einen offenen Datentransfer zu ermöglichen“, erklärt Prof. Christian Wirth als Vertreter des TRY-Lenkungs- ausschusses zum Abschluss des Workshops.
02/09/13

10 Jahre BIO CITY: iDiv feiert mit geladenen Gästen und
beteiligt sich am "Leipziger Memorandum Lebenswissenschaften"


Die BIO CITY feierte am 2. September mit einem offiziellen Festakt ihr 10jähriges Bestehen: Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, und Oberbürgermeister Burkhard Jung nahmen am Festakt teil und informierten sich über das Engagement der wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in der BIO CITY. iDiv wurde eine tragende Rolle im internationalen Forschungsnetzwerk zugesprochen.

10 Jahre BIO CITY: iDiv feiert mit geladenen Gästen und beteiligt sich am

Anlässlich der Festaktes "10 Jahre BIO CITY" unterzeichnete Prof. Wirth, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig mit weiteren Vertretern von Forschungseinrichtungen und Unternehmen der BIO CITY ein Memorandum zum interdisziplinären Erfahrungsaustausch. Ziel ist die weitere Profilierung des Standortes und der gesamten Region.

 

Foto: Stanislaw Tillich (2.v.li.), Burkhard Jung (3.v.li.), Prof. Christian Wirth, Direktor iDiv (4.v.li.)

 

 

 

24/05/13

AquaDiva ist einer der neuen DFG-Sonderforschungsbereiche

Die DFG richtet zwölf neue Sonderforschungsbereiche (SFBs) ein - AquaDiva, eine unterirdische Biodiversitätsplattform des iDiv, ist einer von diesen. Der SFB wird zunächst über drei Jahre und neun Monate finanziert, um Wechselwirkungen zwischen der Oberflächenbiosphäre und der Rolle von Organismen in den tieferen Erdschichten zu ergründen.

 

Weitere Informationen zum Thema -> DFG Pressemitteilung.

21/03/13

iDiv-Auftaktsymposium: „Integrative Biodiversitätsforschung – eine junge Wissenschaft unter Zeitdruck“

UL/Swen Reicholdt

Im Anschluss an den morgendlichen Festakt zur feierlichen Eröffnung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig am 19.4.2013 steckten internationale Spitzenwissenschaftler unter dem Titel "Integrative Biodiversitätsforschung - eine junge Disziplin unter Zeitdruck" den Rahmen der integrativen Biodiversitätsforschung ab und skizzierten ihre Zukunftsaufgaben.

 

14/05/12

Wahl des Direktoriums

Wahl des Direktoriums

In der ersten Migliedervollversammlung wurden folgende Professoren in das Direktorium des Zentrums gewählt (Namen unterstrichen, von links nach rechts): Prof. Dr. Beate A. Schücking (Rektorin UL), Prof. Dr. Georg Teutsch (Direktor UFZ), Prof. Dr. Birgit Dräger (Prorektorin MLU), Prof. Dr. Francois Buscot (UFZ), Prof. Dr. Helge Bruelheide (MLU), Prof. Dr. Kirsten Küsel (FSU), Prof. Dr. Klaus Dicke (Rektor FSU), Prof. Dr. Christian Wirth (UL).

28/08/12

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iDiv bietet derzeit folgende offene Stellen in

19/10/12

Förderung der ersten Forschungprojekte beginnt

Der “flexible Pool” ist ein wichtiges strukturelles Instrument des Zentrums, das der gezielten Förderung exzellenter Projekte von iDiv-Mitgliedern dient. iDiv unterstützt Projekte, die (1) die Biodiversitätsforschung entlang der Kernfragen des Zentrums [...]
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Kontakt

Wissenschaftliche Koordinatorin

Dr. Rebecca Thier-Lange

 

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733102

Fax: +49 341 9739353